
Die Fachverbände Reisebüros und Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich kritisieren den Entwurf des EU-Parlaments zur Überarbeitung der Pauschalreiserichtlinie. Die Änderungen würden nicht, wie gewünscht, eine Vereinfachung der 2018 in Kraft getretenen Regeln bewirken, sondern einen deutlichen Mehraufwand bei Reisebüros und Hotellerie bedeuten. Als Beispiel nennen die Fachverbände die Regelung, dass aus zwei Einzelleistungen, die im Abstand von längstens 72 Stunden gebucht werden, eine Pauschalreise wird. Die Pauschalreise verliert seit Jahren Anteile am Reisemarkt. Auch in Deutschland gibt es heftige Kritik an der geplanten Novellierung, etwa seitens des Deutschen Reiseverband DRV. In einem Seminar des DRV im Herbst forderte etwa Reiserechtsexperte Prof. Ansgar Staudinger, dass die Dreiteilung in Einzelleistung, verbundene Reiseleistung und Pauschalreise erhalten bleiben solle.